140 Jahre Obst- und Gartenbauvereine Bad Laasphe

Ehrung der Jubilare

Am 26. August hatte der Obst- und Gartenbauverein seine Mitglieder zum 140-jährigen Jubiläum eingeladen. Mehr als 130 der knapp 180 Vereinsmitglieder waren der Einladung gefolgt und in den festlich geschmückten großen Saal in das Haus des Gastes in Bad Laasphe gekommen. Der Vereinsvorsitzende Erich Bald begrüßte als Ehrengäste die stellvertretende Bürgermeisterin Margot Leukel, die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW, Dr. Petra Bloom, sowie Reinhard Hillnhütter von der Kreisarbeitsgemeinschaft der Gartenbauvereine im Kreis Siegen-Wittgenstein und Ewald Achenbach vom Kreisverband Biedenkopf zur Förderung des Obstbaues, der Garten- und Landschaftspflege.

Erich Bald führte in seiner Begrüßungsrede durch die Geschichte des zweitältesten Obst- und Gartenbauvereines in Nordrhein-Westfalen. Der Verein war 1883 mit dem Ziel gegründet worden, die Ernährungslage der Bevölkerung und dessen Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen und zu verbessern. Besondere Unterstützung erhielt der Verein bereits in den Anfangsjahren durch den Fürsten Ludwig zu Sayn-Wittgenstein. Ein Teil der damaligen Korrespondenz ist im Archiv des Schlosses Wittgenstein erhalten. Bereits im Jahr 1884 gab es eine erste Obstausstellung und 1888 wurden die ausgestellten Früchte bei einer Obst-Ausstellung in Soest mit einer bronzenen Staatsmedaille bedacht. 1899 konnten aus der durch den Gartenbauverein angelegten Baumschule bereits mehr als 200 Obstbäume verkauft werden. Praktische Anleitungen und Vorträge gehörten schon damals zum Aufgabenbereich des Vereins, auch nahmen Vertreter im Jahr 1889 an der Gründung des Landesverbandes der Gartenbauvereine teil.

Am Anschluss an die Grußworte der Ehrengäste wurden insgesamt 15 Vereinsmitglieder mit Urkunde und Ehrennadel des Landesverbandes für die 25- bzw. 40-jährige Mitgliedschaft im Obst- und Gartenbauverein Bad Laasphe geehrt. Nach dem Vortrag von Dr. Petra Bloom zum Thema „Rettet den Vorgarten – artenreich und pflegeleicht statt Beton und Schotter“ klang der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde aus.