Vorträge

Sie möchten vor Ort eine Vortragsveranstaltung zu einem Gartenthema anbieten? Folgende Vorträge können beim Landesverband der Gartenbauvereine NRW e.V. gebucht werden. Sie kümmern sich um einen Veranstaltungsort und um die Werbung vor Ort, wir unterstützen Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und bringen Beamer und Laptop für die Präsentation mit.

Alle Vortragsthemen können auch als Webinar gebucht werden.

Ihre Referentin: Dr. Petra M. Bloom

Gemüse bunt und gesund -aller Anfang ist leicht

Nichts ist besser als selbstangebautes Gemüse: man weiß, wo es herkommt, wie es erzeugt und wie es behandelt wurde. Knackfrisches ungespritztes, vermeintliches „Eigen-bio-Gemüse“ ist voll im Trend und die Beiträge im Internet vermitteln den Eindruck, dass man nur ein paar Samen oder Pflänzchen in den Boden stecken muss, etwas gießen und düngen und nach ein paar Wochen füllt sich das Erntekörbchen quasi von alleine. Alte Hasen im Garten wissen aber, dass eine Menge schief gehen kann: zu viel oder zu wenig Regen, gefräßige Raupen und Schnecken und warum sieht der Salat eigentlich plötzlich aus wie ein Miniaturweihnachtsbaum?

Damit der Kindheitstraum von Oma´s Erdbeerbeet nicht in einem Zucchini-Schwemme-Trauma endet, sind ein paar grundlegende Sachen zu beachten. In dem ca. 90-minütigen Vortrag werden Gemüsearten vorgestellt, die auch für Anfänger erfolgsversprechend sind.

Nachhaltig gärtnern - von A wie Artenschutz bis Z wie Zisterne

Große Hitze, lange Trockenperioden oder Starkregen im Sommer, milde Temperaturen bis Weihnachten und Spätfröste bis tief in den Mai: der Klimawandel stellt auch den Gartenbesitzer vor neue Herausforderungen. Wie gelingt es, im eigenen Garten einen anpassungs- und widerstandsfähigen Lebensraum für Mensch und Tier zu schaffen, um auch dem Insektensterben – ein weiteres schwerwiegendes menschengemachtes Problem – entgegenzuwirken? Kann man die längere Vegetationsperiode sinnvoll nutzen und auf welche klassischen Gartenarbeiten kann man im Hinblick auf Arten-, Boden- und Pflanzenschutz möglicherweise verzichten? Wie gelingt ein sinnvolles Wassermanagement im Garten?

Die vielfältigen Möglichkeiten für ein nachhaltiges Gärtnern von A wie Artenschutz bis Z wie Zisterne werden in dem ca. 90-minütigen Vortrag vorgestellt.

Naturnaher Pflanzenschutz

Pflanzenschutz ist ein spannendes Themenfeld, das viel mehr bedeutet als damals in den 80-er und 90-er Jahren, als die Giftspritze selbst im Hobbygarten kein Tabu war. Die aktuellen Diskussionen über die Risiken von Glyphosat im Grundwasser bis zum Bienen- und Insektensterben sind hinlänglich bekannt. Viele Pflanzenschutzmittel haben ihre Zulassung für den Hobbygartenbau verloren und man besinnt sich – auch was den Pflanzenschutz betrifft – zurück zur Natur.

Die Natur hilft sich selbst und wir können sie dabei unterstützen. Wenn wir für unsere Pflanzen ein gesundes Umfeld und optimale Wachstumsbedingungen schaffen, können gesunde Pflanzen wachsen, aus denen gesunde Lebensmittel hergestellt werden können.

Am besten sind die Probleme, die gar nicht erst auftreten. Genau dafür sorgen Sie mit Pflanzensorten, die gegenüber typischen Krankheiten oder Schaderregern resistent oder tolerant sind, durch standortgerechte Pflanzenauswahl, richtige Kulturmaßnahmen und mechanischen Abwehrmethoden. Im zweiten Teil des 90-minütigen Vortrags geht es um den Einsatz von Nützlingen sowie um Pflanzenstärkungsmittel und biologische Pflanzenschutzmittel.

Gärtnern im Klimawandel: Wie machen wir unsere Gärten klimafit?

Die Wetterkapriolen der letzten Jahre machen deutlich, dass sich der Klimawandel nicht mehr wegdiskutieren lässt. Extreme Hitze und Trockenheit, Starkregen und Spätfröste stellen die Gartenbesitzer vor immense Herausforderungen. Es ist höchste Zeit, um im eigenen Garten, auf der Terrasse und auf dem Balkon gegen den Klimawandel anzupflanzen, denn jedes Blatt und jede Blüte zählen.

Wie lässt sich der Garten klimagerecht gestalten? Mit der richtigen Auswahl von standortgerechten und robusten Pflanzen kann eine üppige Pflanzendecke geschaffen werden, die die Umgebung kühlt, Kohlendioxid bindet und Sauerstoff spendet. Entsiegelte Flächen statt Beton und Schotter und begrünte Dächer und Fassaden machen den Garten und die Terrasse auch an heißen Tagen zu einer kühlen Oase für Mensch und Tier. Mit Regentonnen und Zisternen kann Regenwasser aufgefangen und nutzbar gemacht werden, aber auch Versickerungsmulden oder Rigolen sind geeignet, um bei Starkregen die Kanalisation zu entlasten und zur Grundwasserneubildung beizutragen.

Die Lebensgrundlage für einen klimagerechten Garten ist ein gesunder Boden. Die richtige Bodenpflege und der Aufbau von Humus dienen dabei nicht nur der Pflanzenernährung, sie ermöglichen auch die Speicherung von CO2 und Wasser. Humusaufbau ist daher in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig. Diese und weitere Aspekte, wie man Wetterextreme im Garten ausgleichen und eine anpassungsfähige Klimaoase für Mensch und Tier schaffen kann, werden in einem ca. 90-minütigen Vortrag vorgestellt.

Rettet den Vorgarten – pflegeleicht und artenreich statt Beton und Schotter

Vorgärten sind die lebendige Visitenkarte eines Hauses, die ihre Besucher im Idealfall mit viel Grün und duftenden Blüten willkommen heißen. Auch die tierischen Gäste wie Insekten und Vögel fühlen sich in einem artenreichen Vorgarten wohl und bedanken sich mit fröhlichem Summen und munterem Gezwitscher. Leider sieht die Realität häufig anders aus und Beton- und Pflasterflächen oder Schotterwüsten mit allerlei Zierrat prägen die triste Ödnis vor der Haustür. Durch Werbeprospekte aus dem Baumarkt, schlechte Vorbilder in der Nachbarschaft und mangelndes Wissen haben viele Hausbesitzer sich dazu verleiten lassen, das „Problem“ Vorgarten mit „pflegeleichten“ Pflastersteinen oder Schotter- und Steinschüttungen zu lösen.

Ein fataler Trugschluss, denn vor allem die vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen entpuppen sich schnell als pflegeintensive Steinwüste. Auch die negativen Auswirkungen von versiegelten Flächen auf die Natur, die Artenvielfalt und das Klima sind beträchtlich. Beton- und Steinflächen heizen sich extrem auf, binden keinen Feinstaub, speichern kein Wasser, produzieren keinen Sauerstoff und bieten keine Nahrung und keinen Unterschlupf für Insekten, Vögel und andere Tiere. Auch das Bodenleben ist unter versiegelten Flächen tot.

Statt einer pflegeintensiven toten Fläche, die der Natur geraubt wurde, um einen vermeintlich „schicken“ Eingangsbereich zu kreieren, können Hausbesitzerinnen und Bauherren pflegeleichte, artenreiche und anpassungsfähige Klimaoasen für Mensch und Tier schaffen. Wie das gelingt und welche Pflanzengemeinschaften für den jeweiligen Standort geeignet sind, wird in dem ca. 90-minütigem Vortrag vorgestellt.

Kreislaufwirtschaft im Garten mit Kompost, Mulch und Bokashi

Kompost ist als das braune Gold des Gärtners hinlänglich bekannt. Richtig eingesetzt, erhält und verbessert Kompost die Bodenfruchtbarkeit und liefert die Basis für ein gesundes Pflanzenwachstum. Aber was ist Bokashi, was ist ein Wurmkompost und wie gelingt die ausreichende Hygienisierung von Pflanzenabfällen im eigenen Garten? Die unterschiedlichen Methoden, um wichtige Pflanzennährstoffe mit einfachen Methoden im natürlichen Kreislauf zu halten, werden in einem ca. 90-minütigen Vortrag vorgestellt.

Ernte rund um´s Jahr - Anbauplanung für Wintergemüse

Als Verbraucher haben wir uns längst daran gewöhnt, dass es im Supermarkt das ganze Jahr über frische Tomaten und Paprika zu kaufen gibt. Aber ist uns bewusst, unter welchen Bedingungen diese vermeintlich gesunden Gemüsearten in den Wintermonaten produziert werden? Mit welchem Energieaufwand - beheizt und belichtetet in Gewächshäusern in den Niederlanden - oder unter Plastikfolie in der andalusischen Wüste inklusive weiter Transportwegen?

Nachhaltig, regional und saisonal geht anders! Beispielsweise im eigenen Garten, der auch in den Wintermonaten viele Möglichkeiten zur Selbstversorgung mit frischem Grünzeug bietet. Immer häufiger gibt es bis in den November hinein milde Temperaturen und ausreichend Niederschläge, also beste Wachstumsbedingungen. Statt die Gemüsebeete nach der Ernte abzuräumen und Gründüngung einzusäen, können also Nachkulturen wie Asiasalate, Feldsalat oder Spinat angebaut werden. Oder man lässt die ein oder andere Art einfach stehen und nutzt das Beet als Frischelager. Neben den klassischen Winterkohl- und Laucharten sind viele weitere Gemüsearten erstaunlich winterfest und können viel länger geerntet werden, als bislang angenommen.

Doch der Anbau von Wintergemüse gelingt nicht in jedem Jahr gleich gut. Nicht nur starke Fröste, auch die Feuchtigkeit können dem coolen Gemüse zusetzen. In dem ca. 90-minütigem Vortrag wird erläutert, welche Gemüsearten und Sorten für den Winteranbau geeignet sind, und wie man sie im Freiland vor Feuchtigkeit und Frost schützen kann. Vom Juli bis in den Oktober hinein kann noch für die späte Ernte ausgesät werden.

Anfrage zu unseren Vorträgen

Für „ordentliche Mitglieder“ des Landesverbandes der Gartenbauvereine ist ein Vortrag pro Jahr durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten. Es wird jedoch eine Fahrtkostenpauschale in Rechnung gestellt. Sie können aber auch einen Vortrag buchen, wenn Sie (noch) nicht Mitglied im Landesverband sind. Honorare und Reisekosten nennen wir auf Anfrage.

Bitte melden Sie sich zur Abstimmung von Thema und Termin in der Geschäftsstelle und sorgen Sie im Veranstaltungsraum für eine Leinwand (eine weiße Wand reicht auch) sowie einen Stehtisch und eine Kabeltrommel.

Geben Sie, sofern Sie Mitglied im Landesverband der Gartenbauvereine NRW sind, den Vereinsnamen an.








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