Viruskrankheiten bei Kürbisgewächsen

Bei Kürbis und Zucchini kommt es manchmal zu einem Befall mit Viruskrankheiten. Es gibt verschiedene Viren, die an den Kürbisgewächsen auftreten können. Am häufigsten kommen das Zucchinigelbmosaikvirus (Zucchini yellow mosaic virus), das Papayaringfleckenvirus (Papaya ringspot virus), das Wassermelonenmosaikvirus 2 (Watermelon mosaic virus) und das Gurkenmosaikvirus (Cucumber mosaic virus) vor. Es sind auch Mischinfektionen mit verschiedenen Viren möglich.

Die Viren verursachen an den Blättern von Kürbis und Zucchini eine mosaikartige bis gelbliche Scheckung bzw. starke Verkrüppelungen und Deformationen (Verbänderungen). An den Früchten vom Kürbis zeigen sich häufig grüne, leicht eingesunkene Verfärbungen und Scheckungen. Die Früchte von Zucchini weisen hingegen meistens Flecken oder deutlich erkennbare Beulen auf.

Die pflanzenpathogenen Viren stellen für den Menschen zwar keine Gefahr dar, sodass virusinfizierte Früchte grundsätzlich durchaus noch verzehrt werden können. Wenn Sie die Früchte nicht sofort verwerten, sollten Sie aber beachten, dass die viruskranken Früchte oft schlechter haltbar und kaum mehr lagerfähig sind.

Die Übertragung und Verbreitung der Viren erfolgt durch Blattläuse und über das Saatgut. Eine mechanische Verschleppung im Pflanzenbestand, z. B. bei den Pflegearbeiten im Garten (durch Schnittmesser, Hackgeräte), ist ebenfalls möglich. Leider kann man die Viruskrankheit nicht direkt bekämpfen. Kranke Pflanzen sollten Sie deshalb möglichst früh entfernen und über den Restmüll entsorgen. Eine weitere Verbreitung der Viren im Pflanzenbestand lässt sich dadurch zumindest teilweise verhindern. Wählen Sie für den Anbau außerdem am besten Sorten aus, die weitgehend resistent gegen die Viren sind.

Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Andreas Vietmeier, Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten Nr. 11_26 vom 30.07.2026 (Text und Bilder)