Im Winter kommt es bei Gehölzen manchmal zu Schäden durch Wildverbiss. Die Schäden werden vor allem durch Wildkaninchen und Hasen verursacht. Gerade wenn der Boden lange mit Schnee bedeckt ist, wird die Nahrung für das Wild häufig knapp.
Die Nagetiere fressen dann oft die Rinde von jungen Bäumen und Gehölzen ab. Wird die Rinderingsum beschädigt, können die Gehölze einen großen Schaden nehmen. Durch den Fraß entstehen an der Rinde außerdem Wunden, in die manchmal zusätzlich pilzliche und bakterielle Schaderreger eindringen. Dies kann dann wiederum zu einer Fäulnis am Stamm führen. Um Fraßschäden durch das Wild an den Gehölzen vorzubeugen, ist es möglich, am Stamm von jungen Bäumen z. B. Stammschoner aus Plastik oder Drahthosen anzubringen und die Bäume dadurch zu schützen. Darüber hinaus können die Gehölze mit einem Vergrämungsmittel behandelt werden. Vergrämungsmittel halten das Wild durch einen abschreckenden Geruch oder Geschmack fern. Die Wirkung der Vergrämungsmittel ist allerdings zeitlich begrenzt. Es ist daher gegebenenfalls notwendig, sie nach einiger Zeit erneut auszubringen. In freizugänglichen Gärten bietet auch ein dichter Zaun einen sicheren Schutz vor Fraßschäden durch das Wild.
Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Andreas Vietmeier, Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten Nr. 15_25 vom 03.11.2025 (Text und Bilder)