Bei Kirschen sowie bei Pfirsich- und Aprikosenbäumen kommt es manchmal zu einem sogenannten Gummifluss. Aus der Rinde am Stamm und an den Ästen tritt dann eine helle bis bernsteinfarbene, gummiartige Substanz aus. Die Substanz ist zunächst weich und klebrig, verhärtet dann aber später zunehmend.
Der Gummifluss tritt am Baum vor allem an Stellen auf, an denen es bereits vorhandene Wunden gibt. Dies können z. B. Wunden sein, die durch einen Rückschnitt am Baum entstanden sind, aber auch durch Frostrisse oder durch das Auftreten von mikrobiellen Schaderregern wie etwa Schadpilzen beziehungsweise Bakterien. Der Gummifluss ist ein Anzeichen für eine Stoffwechselstörung. Er kann außerdem auch auf eine andere Erkrankung hinweisen. Vorhandene Stressfaktoren für einen Baum begünstigen das Auftreten des Gummiflusses.
Es gibt leider keine Möglichkeit, direkt etwas gegen den Gummifluss zu unternehmen. Sie sollten aber prüfen, ob eventuell ein Befall mit einem anderen Schaderreger vorliegt. Vorbeugend sollten Sie außerdem darauf achten, dass empfindliche Steinobstarten möglichst nicht in einen schweren und häufig sehr nassen Boden gepflanzt werden. Auch einen zu starken Rückschnitt des Obstbaumes sollten Sie möglichst vermeiden.
Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Andreas Vietmeier, Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten Nr. 2_26 vom 05.03.2026 (Text und Bilder)