Echter Mehltau an Stauden

Im Sommer werden Stauden bei trocken-warmer Witterung häufig vermehrt durch den Echten Mehltau befallen. Erste Anzeichen der Erkrankung zeigen sich zunächst durch einzelne weiße Flecken an den Blättern. Später nimmt die Anzahl und Größe der Flecken rasch zu. Schließlich können die Blätter komplett von einem weißen, mehlartigen Pilzbelag bedeckt sein. Teilweise sind auch die Stängel, Triebe, Knospen und Blüten betroffen. Bei einem starken Befall werden die Blätter der Stauden schließlich braun und sterben dann z. T. sogar ab. Besonders anfällig für den Echten Mehltau sind vor allem Astern, Phlox, Rittersporn und Indianernessel.

Um einen stärkeren Befall mit dem Echten Mehltau zu verhindern, reicht es häufig bereits aus, wenn Sie die kranken Blätter der Stauden frühzeitig abpflücken oder die kranken Triebe bzw. Triebspitzen bis in den gesunden Bereich zurückschneiden. Sollte es anschließend trotzdem zu einer vermehrten Ausbreitung der Pilzkrankheit kommen, können Sie die Stauden zusätzlich frühzeitig mit einem Pflanzenschutzmittel behandeln. Einsetzbar sind z. B. die Präparate Armisan PilzFrei, Curamat Rosen-Pilzfrei oder Netz-Schwefelit WG.

Die Ausbringung der Mittel sollte rechtzeitig bei beginnendem Befall erfolgen und regelmäßig im Abstand von etwa 6 bis 14 Tagen wiederholt werden. Darüber hinaus können Sie die Pflanzen auch mit Präparaten mit einer pflanzenstärkenden Wirkung behandeln. Diese Präparate müssen ebenfalls vorbeugend und wiederholt eingesetzt werden.

Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Andreas Vietmeier, Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten Nr. 8_26 vom 12.06.2026 (Text und Bilder)