Oleanderkrebs

An den Blättern vom Oleander bilden sich manchmal kleine schwarze Flecken mit einem gelblichen Rand. Später wölben sich die Befallsstellen höckerartig empor und verkrüppeln zum Teil. Außerdem kommen an den Trieben häufig Wucherungen vor, die kleine Risse aufweisen. Die Triebspitzen und Blüten verfärben sich schließlich braun bis schwarz, verkrüppeln anschließend und sterben dann ab.

Der beschriebenen Schadsymptome am Oleander werden durch den Oleanderkrebs verursacht. Es handelt sich um eine Pflanzenkrankheit, die durch das Bakterium Pseudomonas syringae pv. savastanoi hervorgerufen wird. Die Krankheit gehört neben Spinnmilben, Schildläusen und Blattläusen zu den häufigsten Schadproblemen am Oleander.

Eine direkte Bekämpfung dieser Bakterienkrankheit mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich. Am sinnvollsten ist es, die kranken Blätter frühzeitig abzupflücken und zu beseitigen. Sollten bereits die Triebe befallen sein, schneiden Sie diese möglichst komplett bis in den gesunden Bereich zurück. Um eine Weiterverbreitung der Bakterien zu verhindern, sollten Sie die Schnittwerkzeuge anschließend gründlich reinigen und desinfizieren. Leider helfen diese Gegenmaßnahmen aber nicht immer aus. Manchmal treten die Krankheitssymptome trotzdem nach einiger Zeit erneut wieder auf.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Blätter vom Oleander möglichst trocken gehalten werden. Unter feuchten Witterungsbedingungen besteht die Gefahr, dass sich die Bakterien z.B. durch Spritzwasser weiterverbreiten. Eine Bewässerung der Kübelpflanzen über Kopf sollten Sie daher möglichst vermeiden.

Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Andreas Vietmeier, Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten Nr. 10_26 vom 15.07.2026 (Text und Bilder)