Himbeerrutenkrankheit

Die Himbeerrutenkrankheit ist eine Pilzkrankheit, die an den Ruten der Himbeere im Frühsommer rötlich violette bis braune Flecken verursacht. Die Flecken kommen vor allem im unteren Teil der Himbeerruten im Bereich der Knospen vor. Sie vergrößern sich im Laufe der Zeit und können schließlich weite Teile der Rute umschließen. Betroffene Rindenpartien der Himbeerruten verkümmern anschließend und die Rinde der betroffenen Stellen löst sich vom Holz. Die Ruten sterben schließlich ab. Oft treiben die kranken Ruten auch im darauf folgenden Jahr nur noch kümmerlich aus.

Die Himbeerrutenkrankheit wird durch die Schadpilze Didymella applanata und Leptosphaeria coniothyrium verursacht. Die Infektion durch die pilzlichen Erreger erfolgt vornehmlich im Bereich der Knospen, da diese Stellen am längsten feucht bleiben. Feuchte Lagen und dichte Himbeerbestände fördern generell die Pilzinfektion. Ein Befall wird darüber aber auch durch Wundstellen und mechanischen Verletzungen an den Ruten, wie sie z. B. durch einen Befall mit der Himbeerrutengallmücke oder durch Frosteinwirkung entstehen können, begünstigt. Erkrankte Ruten sollten Sie möglichst zurückschneiden und entfernen. Achten Sie außerdem auf eine ausgeglichene Bewässerung und Düngung der Himbeeren.

Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Andreas Vietmeier, Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten Nr. 13_26 vom 31.08.2026 (Text und Bilder)